Ratten und Mäuse: erkennen, bekämpfen, vorbeugen

Nagetiere hinterlassen Spuren, lange bevor man sie zu Gesicht bekommt. Woran Sie einen Befall früh erkennen, was Sie selbst tun können und ab wann es fachliche Hilfe braucht.

[Ratgeber]

Warum Nagetiere ein Thema für jedes Gebäude sind

Ratten und Mäuse suchen dasselbe wie wir: Wärme, Futter und einen geschützten Platz. Deshalb trifft ein Befall nicht nur alte oder ungepflegte Gebäude. Ein Neubau mit einer offenen Kellerfensterlüftung ist genauso interessant wie ein Restaurant mit einem Lager im Untergeschoss.

In der Schweiz sind vor allem drei Arten relevant: die Hausmaus, die Wanderratte und seltener die Hausratte. Die Wanderratte hält sich bevorzugt in Kanalisation, Keller und bodennahen Bereichen auf. Die Hausratte klettert gut und ist eher in Dachbereichen anzutreffen.

Woran Sie einen Befall erkennen

Meist sieht man die Tiere nicht — sondern das, was sie hinterlassen:

  • Kot: Mäusekot ist etwa reiskorngross, Rattenkot deutlich grösser. Frischer Kot ist dunkel und weich, älterer grau und hart.

  • Nagespuren: an Verpackungen, Kabelisolierungen, Holz und Kunststoff. Nagetiere müssen ihre Zähne kurz halten und nagen deshalb auch an Ungeniessbarem.

  • Laufwege: entlang von Wänden entstehen dunkle Schmierspuren aus Fett und Staub.

  • Geräusche: Trippeln, Kratzen oder Scharren, meist nachts, in Zwischendecken oder Hohlräumen.

  • Nestmaterial: zerfasertes Papier, Dämmwolle oder Stoffreste an versteckten Stellen.

  • Geruch: ein anhaltend strenger, ammoniakartiger Geruch weist auf einen grösseren Befall hin.

Typische Ursachen

Ein Befall hat fast immer eine von zwei Ursachen: eine offene Zugangsmöglichkeit oder ein leicht erreichbares Nahrungsangebot. Häufig beides.

Mäuse kommen durch erstaunlich kleine Öffnungen — ein Spalt von wenigen Millimetern genügt. Ratten brauchen mehr Platz, nutzen dafür aber gern defekte Abwasserleitungen, Lichtschächte, Kellertüren mit abgenutzten Dichtungen und Mauerdurchführungen für Leitungen.

Als Nahrungsquelle wirken offene Vorräte, Tierfutter, Abfallsäcke, Kompost und Vogelfutterstellen im Garten.

Was Sie selbst tun können

  • Lebensmittel und Tierfutter in fest verschliessbaren Behältern aus Glas, Metall oder hartem Kunststoff lagern

  • Abfall in geschlossenen Behältern sammeln, Säcke nicht über Nacht draussen stehen lassen

  • Spalten, Rohrdurchführungen und defekte Dichtungen schliessen

  • Lichtschächte und Kellerfenster mit engmaschigen Gittern sichern

  • Kein Vogelfutter am Boden ausbringen, Kompost geschlossen halten

  • Lagerräume regelmässig kontrollieren, besonders hinter und unter Regalen

Diese Massnahmen verhindern einen Befall zuverlässiger als jede Bekämpfung im Nachhinein.

Wann fachliche Hilfe nötig ist

Holen Sie Unterstützung, wenn Sie Kot finden, Nagespuren an Kabeln entdecken, wiederholt Geräusche hören oder wenn der Verdacht besteht, dass die Tiere aus der Kanalisation kommen. Ebenso, wenn Lebensmittel gelagert oder verarbeitet werden — dort gelten strengere Anforderungen und ein Befall muss dokumentiert behandelt werden.

Zwei Punkte sind wichtig: Nagetiere können Krankheitserreger übertragen, und angenagte Kabel sind eine mögliche Brandursache. Ein Befall ist deshalb kein rein kosmetisches Problem.

Professionelle Rodentizide dürfen in der Schweiz nur von sachkundigen Personen und in gesicherten Köderschutzstationen eingesetzt werden. Frei verkäufliche Mittel führen häufig dazu, dass Tiere an unzugänglichen Stellen verenden — mit Geruchsproblemen als Folge.

Wie wir vorgehen

Wir bestimmen zuerst die Art und den Umfang des Befalls, denn Mäuse und Ratten erfordern unterschiedliche Massnahmen. Anschliessend suchen wir die Zugänge und Laufwege, statt nur dort zu behandeln, wo die Spuren sichtbar sind.

Die Behandlung erfolgt gezielt und an gesicherten Punkten. Danach kontrollieren wir den Erfolg und zeigen Ihnen, welche baulichen Massnahmen einen erneuten Befall verhindern. Denn solange der Zugang offen bleibt, kommen die nächsten Tiere nach.

Schreiben Sie uns an info@nextagmbh.ch — wir melden uns zurück.